Magdeburg und Göppingen siegen
Der frühere Champions-League-Sieger SC Magdeburg und FA Göppingen bleiben in der Toyota HBL auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe.
Magdeburg siegte … weiterlesen
Original Nachricht/Quelle
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Zum dritten Mal in Folge kann Bundestrainer Heiner Brand seinen Kader fast auf den Mann genau zusammenziehen. Für den Trainingslehrgang vom 5. bis 8. September im SportCentrum Kamen-Kaiserau sind 17 von 18 Spielern eingeladen, die im Juli auch den PR-Trip in die USA mitgemacht haben und davor die WM-Qualifikation in Griechenland schafften. Lediglich Martin Strobel ist diesmal nicht dabei, dafür kehrt HSV-Torhüter Johannes Bitter ins Team zurück. Auch Pascal Hens, der ja gegen die Griechen noch gefehlt hatte, ist wieder mit von der Partie.
Die drei Lehrgangstage mit fünf Trainingseinheiten dienen der Vorbereitung auf die Qualifikation für die EM 2012 am 27. Oktober gegen Österreich in Göppingen, für das nur noch knapp 800 Stehplatzkarten im Verkauf sind, und am 31. Oktober in Lettland. „Aber wir werden auch schon im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2011 in Schweden arbeiten, denn vorher sind uns da nur wenig Gelegenheiten gegeben“, weiß Bundestrainer Heiner Brand.
Da der Beginn der Welttitelkämpfe im Januar des nächsten Jahres gegenüber früheren WM-Turnieren um eine Woche vorgezogen wurde, bleibt für die direkte Vorbereitung nur wenig Zeit. Am 2. Januar wird sich die DHB-Auswahl treffen. Vom 6. bis 9. Januar geht es nach Island für zwei Länderspiele gegen den Olympiazweiten. Am 13. Januar beginnt dann schon die WM mit der Eröffnungspartie zwischen Gastgeber Schweden und Chile. Das deutsche Team spielt zunächst am 14. Januar in Lund gegen Ägypten, danach in Kristianstad und zwar am 16. gegen Bahrain, einen Tag später gegen Spanien, am 19. Januar gegen Titelverteidiger Frankreich und am 20. Januar gegen Tunesien. „Angesichts der kürzesten WM-Vorbereitung aller Zeiten ist jede Trainingseinheit mit der Mannschaft von besonderer Bedeutung“, so Heiner Brand.
Das deutsche Aufgebot: Johannes Bitter (HSV Hamburg, 128/2), Silvio Heinevetter (Füchse Berlin, 42/-), Carsten Lichtlein (TBV Lemgo, 125/1), Pascal Hens (HSV Hamburg, 171/509), Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen, 39/130), Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen, 139/29), Dominik Klein (THW Kiel, 113/216), Adrian Pfahl (VfL Gummersbach, 3/7), Sebastian Preiß (TBV Lemgo, 128/320), Jacob Heinl (SG Flensburg-Handewitt, 5/10), Matthias Flohr (HSV Hamburg, 12/20), Holger Glandorf (TBV Lemgo, 125/443), Steffen Weinhold (TV Grosswallstadt, 15/22), Michael Kraus (HSV Hamburg, 98/305), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen, 11/16) Christian Schöne (FA Göppingen, 84/134), Lars Kaufmann (FA Göppingen, 96/246), Michael Haaß (FA Göppingen, 61/83)
Reserve: Sven-Sören Christophersen (HSG Wetzlar, 39/59), Dragos Oprea (FA Göppingen, 21/56), Martin Strobel (TBV Lemgo, 50/64)
Der DHB bietet in Kooperation mit dem Handball-Verband Saar vom 24.-25.09.2010 ein Coachingseminar für TrainerInnen in Nonnweier-Braunshausen durch. Angesprochen sind speziell Trainerinnen und Trainer im Mädchen- und Frauenbereich. Es sind nur noch wenige Plätze frei! Interessenten können sich noch bis 07. September 2010 anmelden. Die Auschreibung ist hier zu finden.
In Erfurt präsentierten Frauen-Bundestrainer Rainer Osmann und sein Trainerteam nach monatelanger Vorarbeit das generalüberholte Konzept zum Stützpunkttraining des weiblichen Nachwuchses. „Ich bin sehr froh, dass wir diese Initiative auf den Weg gebracht haben“, sagt Osmann. „Der Auftaktveranstaltung in Erfurt werden weitere Termine folgen.“ Vertreter aller elf Stützpunkte, darunter auch der Blomberger Bundesligatrainer André Fuhr und die ehemalige Nationalspielerin Heike Ahlgrimm, waren am Montag in die thüringische Landeshauptstadt gekommen, um sich über die neue Leitlinie zu informieren, deren Inhalte vom Sportwissenschaftler Axel Dörrfuß, Leiter einer Praxis für angewandte Trainingswissenschaft in Nürnberg, in Theorie und Praxis vorgestellt wurden.
Gemeinsam mit der 222-maligen Nationalspielerin und ausgebildeten Sportlehrerin Kathrin Blacha (Koordinatorin des A-Teams und Co-Trainerin der Juniorinnen), Andreas Schwabe (Juniorinnen) und Ute Lemmel (Jugend) hatte Osmann die Großturniere des vergangenen Jahres analysiert, um aktuelle Daten und Maßstäbe zu gewinnen. Generelle Erkenntnis aus Frauen-WM sowie U17- und U19-EM: Im Vergleich mit den führenden Nationen gibt es bei den deutschen Spielerinnen deutliche technische und athletische Defizite – und die sollen nun gezielt angegangen werden, um mit dem A-Team auf höchstem Niveau konkurrenzfähig zu werden und zu bleiben.
Im Juli segneten die Leistungssportkommission und das DHB-Präsidium das neue Stützpunktkonzept ab. „Das ist sehr schnell auf den Weg gebracht worden. Jetzt können wir aktiv werden“, sagt Osmann. „Wir werden uns zunächst auf die allgemeine und spezielle Athletik konzentrieren.“ Der Eisenacher informierte sich gemeinsam mit seinem Trainerteam im Vorfeld bei im männlichen Nachwuchs tätigen Kollegen, entschied sich aber für die Inhalte des von Axel Dörrfuß entwickelten Modells, um speziell auf die weiblichen Belange der Zielgruppe der 15- bis 18-jährigen Kaderspielerinnen eingehen zu können.
In Erfurt erhielten die rund 20 teilnehmenden Trainer durch Axel Dörrfuß nicht nur theoretische Einblicke. In praktischen Abschnitten demonstrierten Jugendspielerinnen des Thüringer HC die Umsetzung, aber auch die Teilnehmer sammelten eigene Erfahrungen mit dem Übungsprogramm. Unterstützt werden Vorträge und Demonstrationen im Nachgang mit Videosequenzen. „Wir engagieren uns hier nicht nur für einen kleinen Kreis, sondern hoffen, dass unsere Ideen über die Trainer an den Stützpunkten weiter in die Vereine und an die Basis gebracht werden“, betont Osmann. „Das neue Konzept zum Stützpunkttraining wird in den kommenden Jahren kontinuierlich ausgebaut und laufend den internationalen Trends angepasst.“
Ein Zyklus des neuen Stützpunktkonzepts ist auf drei Jahre angelegt. Mit Hilfe von Trainingskontrollen- und -dokumentationen werden in einem vierteljährlichen Turnus neue Teilziele ausgegeben. Zudem wird das Programm durch weitere Trainingsbausteine erweitert.